Wahl einer Grundschule in Hessen (Schulbezirk, Schulsprengel):

Beim Besuch einer öffentlichen Grundschule gelten grundsätzlich die gesetzlich geregelten Zuweisungen nach Schulbezirken (Sprengelpflicht):

Schulwahl in öffentlichen Grundschulen - Schulbezirke in Hessen (Schulsprengel):

Für Grundschulen in Hessen bestimmt sich die Schulwahl nach den sogenannten Schulbezirken (oder Schulsprengel):

§ 60 Hessisches Schulgesetz - Erfüllung der Vollzeitschulpflicht
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(4) In der Grundstufe (Primarstufe) haben die Schülerinnen und Schüler die Schulpflicht durch den Besuch der Grundschule zu erfüllen, in deren Schulbezirk (§ 143 Abs. 1) sie wohnen.

§ 143 Hessisches Schulgesetz - Schulbezirke
(1) Für jede Grundschule ist ein Schulbezirk durch Satzung des Schulträgers zu bilden; der Zuschnitt der Bezirke ist jährlich zu überprüfen und bei Bedarf zu ändern. Benachbarte Schulbezirke können sich überschneiden. Das Staatliche Schulamt oder der Schulträger legen im Einvernehmen miteinander für die im Überschneidungsgebiet lebenden Schülerinnen und Schüler die jeweils zuständige Schule fest und weisen die Schülerinnen und Schüler dieser Schule mit dem Ziel zu, eine hohe Qualität des Lernens bei pädagogisch und organisatorisch sinnvoller Klassengröße zu erreichen.
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§ 66 Hessisches Schulgesetz - Gestattungen
Das Staatliche Schulamt kann im Benehmen mit dem Schuloträger aus wichtigem Grund den Besuch einer anderen als der nach § 60 Abs. 4 oder § 63 örtlich zuständigen Schule gestatten, wenn die Aufnahmekapazität der anderen Schule nicht erschöpft ist...

Im Ergebnis ist demnach grundsätzlich jedes Kind dem Schulbezirk zugewiesen, in dessen Einzugsgebiet es wohnt (sogenannte Sprengelpflicht).

Allerdings kan "aus wichtigem Grund" auch der Besuch einer anderen Grundschule außerhalb des Schulbezirks "gestattet" werden.

Ein wichtiger Grund stellt einen unbestimmten Rechtsbegriff dar und kann grundsätzlich alles mögliche sein...

Wer damit glaubt, daß damit auch "alles mögliche" als wichtiger Grund anerkannt wird, der irrt allerdings. Insbesondere die Gründe, die Eltern meist interessieren (in eine bessere Schule zu kommen und/oder einer Schule mit schlchtem Ruf aus dem Weg zu gehen) gelten nicht als wichtiger Grund, da dies im Grunde alle Schüler betrifft und man auf diese Weise doch gerade wieder zu einer freien Schulwahl käme.

Wichtige Gründe sind demnach solche, die allenfalls individuell vorkommen - was den Anwendungsbereich stark einschränkt...

Schulwahl an öffentlichen Grundschulen - schulrechtliche Praxis bei der Schulwahl:

In der Praxis ist es jedenfalls so, daß die Gründe, die Eltern vorschweben, meist nicht durchsetzbar erscheinen - während es vielleicht den einen oder anderen wichtigen Grund gibt, an den man noch gar nicht gedacht hat.

Insofern sollten Sie immer in Erwägung ziehen, zumindest eine telefonische Erstberatung in Anspruch zu nehmen, bevor Sie loslegen, da man sonst rasch abblitzt und nachgeschobene Gründe eher unglaubhaft wirken...

Selbstverständlich stehe ich Ihnen notfalls auch für eine deutschlandweiten Vertretung Ihrer Interessen zur Verfügung.

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