Hausaufgaben:

Die Regelungen zu den Hausaufgaben sind in Hessen sehr detailliert:

§ 35 Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses
(1) Das Schwergewicht der Arbeit der Schule liegt im Unterricht. Hausaufgaben ergänzen die Unterrichtsarbeit durch Verarbeitung und Vertiefung von Einsichten und durch Anwendung von Kenntnissen und Fertigkeiten. Sie können auch zur Vorbereitung neuer Unterrichtsstoffe dienen, sofern die altersgemäßen Voraussetzungen und Befähigungen der Schülerinnen und Schüler dies zulassen. Hausaufgaben sind bei der Leistungsbeurteilung angemessen zu berücksichtigen.
(2) Umfang, Art und Schwierigkeitsgrad der Hausaufgaben sollen dem Alter und dem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler angepasst sein. Hausaufgaben sollen so vorbereitet und gestellt werden, dass sie ohne außerschulische Hilfe in angemessener Zeit bewältigt werden können. Bei der Erteilung von Hausaufgaben soll die tägliche Gesamtbelastung der Schülerinnen und Schüler und ihr Recht auf inividuell nutzbare Freizeit angemessen berücksichtigt werden. Die Schulkonferenz beschließt auuf dieser Grundlage Grundsätze für die Hausaufgaben im Rahmen eines schuleigenen Konzepts. Die Klassenkonferenz oder die Lehrkräfte einer Lerngruppe stimmen sich über den Umfang der Hausaufgaben untereinander ab.
(3) Hausaufgaben sind in den Unterricht einzubeziehen und zumindest stichprobenweise regelmäßig zu überprüfen. Ein schriftliches Abfragen der Hausaufgaben, beispielsweise in Form von Vokabelarbeiten, ist zulässig, wenn es sich auf die Hausaufgaben der letzten Unterrichtswoche bezieht, nicht länger als 15 Minuten dauert und nicht die Regel darstellt.
(4) Findet am Samstag Unterricht statt, werden in den Jahrgangsstufen 1 bis 9 vom Samstag bis zum darauffolgenden Montag keine Hausaufgaben gestellt. Dies gilt auch von Freitag auf Montag, wenn am Freitag Nachmittag Unterricht nach 14.00h stattfindet. In der Grund- und Mittelstufe dürfen von einem Tag mit Unterricht nach 14.00h zu einem nächsten Tag mit Vormittagsunterricht keine Hausaufgaben erteilt werden. Eine von der Schulkonferenz einer Schule beschlossene abweichende Regelung bleibt unberührt.
(5) Über die Ferien sollen keine Hausaufgaben gegeben werden.

Im Ergebnis ergibt sich hiernach ein (allerdings sehr detailierter Rahmen) wiederum aus der Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses, der sodann auszufüllen ist durch die Schulkonferenz. Dies beinhaltet freilich nicht die Befugnis für entgegenstehende Regelungen der Schulkonferenz.

Zu beachten ist dabei, daß die Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses selbst in ihrer Anlage 2 zahlreiche Konkretisierungen enthält:

Anlage 2 der Verordnung zur Gestaltung des Schulverhöltnisses
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10. Bestimmungen über die Hausaufgaben
a) Das schuleigene Konzept für die Hausaufgaben nach § 35 Abs. 2 soll methodische und didaktische Verknüpfungen mit dem Unterricht versehen und das selbständige Arbeiten und Lernen der Schülerinnen und Schüler diennen. Die Belastung der Hausaufgaben soll altersangemessen sein
b. Nach Möglichkeiten soll der Samstag und Sonntag arbeitsfrei bleiben.
c) Das Thema "Hausaufgaben" soll auf Versammlungen der Klassenelternschaft mit den Eltern erörtert werden. Hierbei sollen den Eltern von den Lehrerinnen und Lehrern auch Informationen und Hilfen gegeben werden, die geeignet sind, zum besseren Verständnis der Hausaufgaben und ihrer pädagogischen Zielsetzung beizutragen.

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